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Modul A: Geld und Konsum

A2 Schulden, Kredite und Budget

Zum Einstieg: Lydia braucht Kredit

Lydia und ihre Freundinnen sitzen in der Bar und haben bemerkt, dass niemand von ihnen Bargeld bei sich hat. Woher nun das Geld nehmen? Lizzi ruft ihren Freund an, aber der eröffnet ihr, dass er ihr nicht helfen könne, erstens, weil er noch bei der Arbeit sei, und zweitens wäre seine Leasingrate für seinen Wagen fällig und die Wohnungsmiete sei auch noch nicht bezahlt. Er wisse selbst nicht, wie er über die Runden komme. Rosa versucht es bei ihren Eltern, aber sie erreicht sie nicht. Schliesslich überwindet sich Lydia, spricht den Barkeeper an und erklärt ihm ihre missliche Situation. Der ist natürlich nicht gerade erfreut, aber schliesslich ist er bereit, die Runde à CHF 45.50 anzuschreiben. Er erklärt Lydia aber, dass er den Fehlbetrag aus eigener Tasche vorschiessen müsse. Lydia verspricht ihm hoch und heilig, dass sie morgen vorbeikomme und ihre Schulden begleiche. Nun überbieten sich die vier jungen Frauen mit ihren Geschichten rund ums Geld. Lizzi erzählt von ihrem Freund und seinem teuren Auto, das er least, weswegen sie kaum mehr in den Ausgang könnten. Rosa gibt die Geschichte eines Freunds ihrer Eltern zum Besten, der so viele Schulden hatte, dass er schliesslich in Konkurs ging. Die hätten ihm alles weggenommen: das Auto, das Haus und sogar seinen riesigen Fernseher, und das, obwohl ihm eigentlich schon lange nichts mehr wirklich gehört habe. Das Auto sei nur geliehen, das Haus mit einer riesigen Hypothek belastet und der Fernseher sei gemietet gewesen. Plötzlich fallen Lydia ihre unbezahlten und fälligen Rechnungen ein. Sie sollte ja morgen ihren höheren Monatslohn fürs zweite Lehrjahr bekommen, aber das sind nur CHF 200.– mehr. Sie ahnt, dass sie damit nicht viel weiterkommt, denn sie hat letzten Monat schon mehr als CHF 200.– zu wenig gehabt. Zu Hause setzt sich Lydia hin und macht Kassensturz. Sie stellt fest, dass sie zwar genug Geld sowohl für ihre Ferien hat und um ihre Rechnungen zu begleichen, aber für die verbleibenden zwei Wochen des Monats wird sie dann nichts mehr haben. Beim Frühstück mit den Eltern am anderen Morgen erläutert Lydia ihre Situation und bittet die Eltern um einen Kredit über CHF 500.– für den Rest des Monats. Die Eltern lehnen das Anliegen mit der Begründung ab, Lydia müsse jetzt selbst mit dem Geld klarkommen, das sie zur Verfügung habe. In ihrer Not wendet sich Lydia am nächsten Tag an eine Bank, um dort einen Barkredit aufzunehmen. Die Bank eröffnet ihr, dass sie den Höchstzinssatz von 15% bezahlen müsse und gemäss dem Gesetz über die Konsumkredite (KKG) eine Kreditfähigkeitsprüfung gemacht werde. Damit werde sichergestellt, dass Lydia den Kredit zurückzahlen könne. Nach zwei Tagen bekommt sie Bescheid, leider negativ, es gibt auch kein Geld von der Bank, ihr Lehrlingseinkommen ist zu niedrig, um als kreditwürdig zu gelten – zudem hat die Informationsstelle für Konsumkredit (IKO) der Bank mitgeteilt, dass Lydia bereits einen Abzahlungsvertrag für ihr neues, CHF 2 000.– teures Fahrrad abgeschlossen hat. Lydia ist genervt:« Woher wissen die, dass ich bereits Schulden habe?!»Lydia ist niedergeschlagen, denn so, wie es aussieht, muss sie ihre Ferien absagen. Sie unternimmt noch einen Versuch bei ihren Eltern. Schliesslich willigen sie ein unter der Auflage, dass Lydia ein Jahres- und Monatsbudget vorlegt und dieses dann auch streng einhält.

 

Erarbeitungsaufträge zur Einstiegsgeschichte

A. Suchen Sie in der Geschichte die Begriffe, die mit Schulden zu tun haben, und schreiben Sie sie der Reihe nach auf. Vergleichen Sie Ihre Liste mit den Schlüsselbegriffen.
B. Schlagen Sie Begriffe, die Sie nicht kennen, in einem Wörterbuch nach.
C. Schreiben Sie je drei sinnvolle Sätze mit folgenden Wörtern auf:

  • Nomen: die Schuld
  • Nomen: die Schulden
  • Verb: schulden
  • Adjektiv: schuldig Untersuchen Sie die Bedeutungsunterschiede der Sätze und diskutieren Sie Ihre Beobachtungen in der Klasse.

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A2 Schulden, Kredite und Budget Copyright © by Patrik Schedler. All Rights Reserved.

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